Schickt eure Kommentare und Anregungen an proberaum@freiraum-bewegung.de / Lasst uns unsere Interessen bündeln, damit wir gemeinsam mehr erreichen!
Verschimmelt, keine Heizung, keine Fenster, desolate sanitäre Anlagen. Was ist so ein Raum wert?
„Nichts“ würde man unter normalen Umständen antworten, aber was die Düsseldorfer Proberäume anbelangt, meinen viele VermieterInnen: so um die 10 Euro pro Quadratmeter. Dass diese Zustandsbeschreibung bei weitem keine Seltenheit ist, zeigte sich in den letzten Tagen bei einer Proberaum-Begehung mit einigen PressevertreterInnen. So richtig wehren mochten sich die meisten Bands bisher allerdings nicht – auch aus Mangel an Alternativen. Damit muss jetzt Schluss sein.
„In der Szene brodelt es“ hieß es in den letzten Monaten schließlich treffend über den Gemütszustand der lokalen „U“-MusikerInnen. Die Sparte scheint die Stadt nicht zu interessieren, während Klassik, Kirchenmusik und Großevents wie der ESC den Löwenanteil der kommunalen Förderung hinterhergeschmissen bekommen. Nach einer ersten Unmutsbekundung vor dem Düsseldorfer Rathaus, sollte eine Podiumsdiskussion mit VertreterInnen der Verwaltung und Politik bei der „New Düsseldorf Pop“ am 16.07.2011 den Durchbruch bringen. Dort wurde zwar viel geredet und einiges versprochen, aber getan hat sich seither nichts.
Deshalb nun der Aufruf an die Bands: Schließt euch dem Netzwerk der Freiraum-Bewegung an und berichtet uns von euren eigenen Erfahrungen. Habt ihr Konzepte im Kopf, wie man die Situation verbessern kann – vielleicht auch unter Einbeziehung privater Proberaumanbieter? Habt ihr Ideen, wie man mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen Druck auf Stadt und VermieterInnen ausüben kann?
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Artikel/Interviews von Benjamin Doum zum Thema: duesseldorfs-proberaum-situation
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Da ich selber nur im Raume Düsseldorf unterwegs bin sprechen meine Erfahrungen halt nur die Proberäume an, die halt in dem Raum liegen.
1.: Alleine die Auswahl an Möglichkeiten sind sehr begrenzt, es sollten definitiv mehr Alternativen für Musiker egal ob alt oder jung geben, wo sie sich ihre Proberäume einrichten können.
2. Die Zustände sind manchmal unverschämt gerade wegen (siehe 3.), im Verhältnis zu den Preisen. Als damaliger Schüler wollte ich mit einem guten Freund Musik machen und als wir einen Raum fanden wollte der Vermieter 2 Monatskautionen haben die insgesamt dann um die 700€ betrugen. Wie sollen 2 Schüler diese Summe herbekommen wenn das Elternhaus ebenfalls nichts dazugeben kann? Nach langer Suche fanden wir dann schließlich einen Raum den wir mit einer anderen Band teilten um so die Kosten besser zu verteilen.
3. Schlechte Luft, Kaputte Wände, Schimmelbefall sowas ist auch nicht zumutbar da ja gerade das Equipment teuer ist und da nunmal ein Schlagzeug, Gitarre, Bass und etc aus Holz besteht sind die gerne von Schimmel betroffen.
4. Adddiert man die Beträge von Punkt 2 und 3 kann das kaum ein Mensch oder eine Band tragen da ja sonst Musik nur den “reichen” vorbehalten werden würde, sollte sich diesbezüglich nichts ändern.
5. Musik ist egal welche Richtung eine Kunstform und diese sollte erhalten bleiben und durch die Situation die wir momentan haben sorgt man nur dafür das weniger diesem Hobby und einem eventuellen Traum nachgehen.