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Freiräume für Bewegung

Tausendfüßler: Geldteppich, eine Hochstraße und 100 Mio. Rettungsschirm

2. November, 2011

12. November 2011
13:00bis15:00
Am 12.11.2011 wird in Düsseldorf auf einmal alles ganz einfach: Alles was Nadel und Faden hat oder eine Nähmaschine setzt sich unter den Tausendfüßler und näht 1.000 Füßler-Scheine zusammen. In einer Kunstaktion entsteht ein Geldteppich und der nötige Euroschirm, der uns wirklich rettet: Wir behalten einfach unsere Hochstraße, haben Geld für die Stadtteile, renovieren Schulen und Bibliotheken schneller als geplant, haben Geld für freie Kultur und lassen die Rücklagen der Stadt trotzdem unangetastet.
Durch Teppich und Rettungsschirm wird es offensichtlich: Niemand braucht
nach “Kö Bogen 1″ noch drei, vier Jahre länger eine Baustelle in der Innenstadt, die nur uniformierte Einkaufslangeweile erzeugt und die Handlungsfähigkeit der Stadt auf allen anderen Gebieten künstlich beschneidet, alle können mindestens genausogut noch ein paar Jahrzehnte mit einer Hochstraße leben, die unsere Stadt unverwechselbar macht.
Wir nähen die Einkaufspassagen symbolisch mit dem Geld zu, was unsere  Stadtspitze am liebsten in noch einem Tunnel vergraben will: Och ne, Onkel Elbers, doch nicht UNSER GANZES GELD verbuddeln. Schau Dir doch erst mal ein paar Jahre an, was Du mit dem ersten Streich schon glatt gebügelt hast, und wenn Du wirklich weiter Geld in Verkehrs-Infrastruktur steckst, dann doch vielleicht mal in echte Fahrradstraßen statt in noch mehr AUTO Tunnel, die vielleicht für mehr Pendler, aber nicht für eine lebenswerterte Stadt sorgen: Das Ganze sehen, nicht nur die Einkaufsmeilen!
Durch den Erhalt des Tausendfüßlers und den Verzicht auf den Tunnel, der statt dessen gebaut werden soll, werden in dem Giganto-Projekt “Köbogen” mindestens 100 Millionen Euro frei, ohne das uns und dem Köbogen etwas fehlen würde.
Kommt und seht, wie schön das Geld ist, wenn es in 100.000 Tausendern sichtbar gemacht wird und durch zusammen nähen noch eine ganz andere Qualität bekommt. Bringt Eure Nähmaschinen, Klapptische und -stühle mit und helft uns der Schadow Straße zu geben, was sie wirklich braucht: eine lebendige Gestaltung. Wir stellen den Strom und die Scheine!
Schenkt mit uns der Stadt die Wiederentdeckung der einfachen Lösung und einen einzigartigen Düsseldorfer Rettungsschirm.
Freut Euch mit uns über die entstehenden Freiräume in der Gestaltung der ganzen Stadt und nehmt sie euch für eure Stadtteile.
Für echte Bürgerbeteiligung bei der Stadtplanung: Es ist unsere Stadt!
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5 Kommentare

  • Ich wäre gerne in Eurem Verteiler gewesen, jetzt bekam ich die Mail auf einem Umweg über Astrid Wiesendorf…..Da ich Euren Verteiler nicht kenne , weiß ich nicht, an wen ich es noch weiterschicken soll. Eigentlich bin ich bei Susanne Troesser immer dabei.
    Aber ich hätte den Text nicht besser- aber auch nicht schlechter -gekonnt. Alles o.k. Ich bin dabei. Habt Ihr denn Strom für wie viele Nähmaschinen? Ich kann aber auch gut mit Hand nähen……tausend Grüße an 1000 Nähmaschinenfüße. Im Radio wurde gerade erzählt, dass es in der Schweiz eine Tausendfüßlerplage gibt, dass die Tiere ganze Hauswände krabbelnd bedecken und auch noch stinken…..Das alles tut unserer doch nicht! Den behalten wir!

  • [...] Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist und mehr von diesen schnurrenden Maschinen hören möchte, wer möglicherweise sogar im größeren Ensemble mit dem eigenen alten Maschinchen aus dem heimischen Boudoir die Nähte im Takt und im Verein mit anderen herzustellen gewillt ist, der möge am Samstag, dem 12.11.2011 diese Veranstaltung besuchen. Näheres dazu auch hier. [...]

  • Schöne Aktion, aber dennoch: Wer, bitte, ist ernsthaft für eine HOCHstrasse? HOCH lebe das Auto, oder was? Der Tausendfüßler ist für mich seit Jahrzehnten ein Kotzding und ich freue mich, wenn er endlich weg ist. Die Stadt wird dadurch endlich mehr Raum und Luft bekommen, das hat nicht nur etwas mit neuen Einkaufstempeln zu tun! Ich habe bei der Tausendfüßler-Volksabstimmung gegen das heutige Projekt gestimmt, aber für der Abstimmung hat sich ja offensichtlich kein Schwein interessiert, sonst wäre sie nicht abgeschmettert worden. (Jedenfalls haben sich viel zu wenige Schweine interessiert). Der künftige Liebeskind-Bau ist zumindest halbwegs anspruchsvolle Architektur und in die Shops darin braucht man ja nicht zu gehen.
    Das Genöle über den Abriss des Tausendfüßlers finde ich jedenfalls ausgesprochen kurzsichtig, da kann die Zahnarztgattin jammern, wie sie will. Wir werden den Autoverkehr in Düsseldorf leider nicht abschaffen können, aber UNTER der Erde ist er mir doch schon wesentlich lieber! Und mit Verlaub: Eine Verteilung der Kö-Bogen-Einnahmen auf Sozialprojekte hätte auch ein rotgrünes Rathaus niemals beschlossen. Das ist alles heuchlerischer Parteien-Dünnschiss, was da heute behauptet wird.

  • Deep thought! Thanks for cotnrbiuintg.

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