Wie Künstler Stadtteile verändern und selbst darunter leiden Szeneviertel wie Berlin-Kreuzberg oder Köln-Ehrenfeld sind zu begehrten Wohnlagen geworden. Gerade Gutverdiener zieht es in die Stadtteile mit der lebendigen Kulturszene – die Mieten steigen rasant. Leidtragende sind die, die das nicht bezahlen können, auch häufig Künstler. Nicht selten wehren sie sich mit Hausbesetzungen oder Kunstaktionen. Doch jetzt geraten die Kreativen selbst in die Kritik. Denn schaffen sie mit ihren Ateliers und Galerien nicht erst das schicke Umfeld für Luxussanierungen?
Autor Christoph Twickel hat den Protest gegen die Aufwertung von Szenevierteln untersucht. Das WDR 5 Kulturmagazin Scala nimmt sein Buch zum Anlass, um nach der Rolle von Künstlern bei der Veränderung dieser Stadtteile zu fragen.
Christoph Twickel: Gentrifidingsbums – oder eine Stadt für alle Verlag: Edition Nautilus; 2010 ISBN: 3-89401-726-0, Euro 8,90
“Stadtteile, die von Billig-Shops, Kopftuchträgerinnen und Eckkneipen geprägt sind, gelten als “Problemviertel”. Christoph Twickel hält in seinem Buch “Gentrifidingsbums” dagegen: Zur Kultur der Stadt gehören auch die günstigen, informellen Ecken.” http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,714005,00.html
http://www.wdr5.de/sendungen/scala/s/d/31.08.2010-12.05/b/wem-gehoert-die-stadt.html
(schon mal zum Vormerken: Christoph Twickel ist am 2.11. in Ddorf)
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