Verfasst von Andrea Knobloch als Reaktion auf die “Quartiersgespräche”
MAIL AN STADTPLANUNGSAMT, HANDELSKAMMER UND BÜRO DR.JANSEN STADTPLANUNG
Sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank für die Zusendung des Protokolls des 1. Quartiersgesprächs Worringer Platz.
Vielleicht sollte die Bezeichnung “Quartiersgespräch” noch einmal überdacht werden, da sich der nunmehr eingeleitete Planungsprozess zwar auf die Gestaltung des öffentlichen Stadtraums bezieht, zur Beteiligung an der Entscheidungsfindung allerdings keineswegs die Quartiersöffentlichkeit, sondern lediglich solvente Akteure aufgefordert sind
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Kunstverein WP8 ist gekündigt worden.
Liebe Künstler, Mitglieder und Freunde,
sicher wissen nun alle von der Kündigung unserer Räumlichkeiten am Worringer Platz. Noch wissen wir nicht ob und wohin wir ziehen. Wir würden gerne mit Eurer Hilfe in den nächsten Wochen die Suche nach einer neuen Location intensivieren und sind dankbar für Anregungen, Ideen und Hilfe. Termine für die nächten Info/Orga-Treffen sind Mittwoch der erste und Donnerstag der 16. September.
Wie Künstler Stadtteile verändern und selbst darunter leiden Szeneviertel wie Berlin-Kreuzberg oder Köln-Ehrenfeld sind zu begehrten Wohnlagen geworden. Gerade Gutverdiener zieht es in die Stadtteile mit der lebendigen Kulturszene – die Mieten steigen rasant. Leidtragende sind die, die das nicht bezahlen können, auch häufig Künstler. Nicht selten wehren sie sich mit Hausbesetzungen oder Kunstaktionen. Doch jetzt geraten die Kreativen selbst in die Kritik. Denn schaffen sie mit ihren Ateliers und Galerien nicht erst das schicke Umfeld für Luxussanierungen?
Autor Christoph Twickel hat den Protest gegen die Aufwertung von Szenevierteln untersucht. Das WDR 5 Kulturmagazin Scala nimmt sein Buch zum Anlass, um nach der Rolle von Künstlern bei der Veränderung dieser Stadtteile zu fragen.
Christoph Twickel: Gentrifidingsbums – oder eine Stadt für alle Verlag: Edition Nautilus; 2010 ISBN: 3-89401-726-0, Euro 8,90
http://www.wdr5.de/sendungen/scala/s/d/31.08.2010-12.05/b/wem-gehoert-die-stadt.html
(schon mal zum Vormerken: Christoph Twickel ist am 2.11. in Ddorf)
| 29. August 2010 |
| 11:00 | bis | 21:00 |
Auktion für Freiräume für Bewegung auf dem Zakk Strassenfest, Fichtenstrasse, Düsseldorf

28 KunstlerInnen zeigen, was für sie “my space” bedeutet. Sie treten ein für das Recht auf Freiräume in der Stadt und präsentieren ihre Ansichten auf 80 x 120 cm großen Leinwänden. Die Arbeiten umfassen Malerei, Street-Art, Fotografie, Grafik-Design und werden in einer stillen Versteigerung angeboten. Die Versteigerung beginnt am Sa.28.7. um 15.00 auf dem Edelweißpiratenfestival http://www.zakk.de/programm?detail=7746 im Zakk und endet am So.29.7. um 17.00 auf dem Zakk Strassenfest. Anschießend um 18.00 wird eine kleine Auswahl im Zakk Biergarten öffentlich versteigert.
Die Einnahmen kommen dem Netzwerk “Freiraum für Bewegung” zugute, um deren Aktivitäten in der Stadt finanziell zu unterstützen.
Außerdem wird es einen Freiräume Stand auf dem Strassenfest geben, wo wir Freiräume-T-Shirts drucken und informieren.
Deutschlandfunk: Ein kurzer Beitrag! “Linke gegen Künstler: Die Berliner Gentrifizierungsdebatte”
Hier die Audiodatei zum nachhören:
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
London steht vor einer Massenmigration heraus aus den Innenstädten.
Herabgesetzt werden sollen laut Haushaltsplan sowohl die Maximalsätze für Mietzuschüsse als auch die Richtwerte, nach denen sich berechnet, ob eine Wohnung staatlich bezuschusst wird oder nicht. ”Das Zentrum von London wird dadurch zur No-Go-Area, weil Wohnungen in dieser Gegend unbezahlbar werden. Die Leute werden also in die Vororte von London ziehen. Eine ähnliche Entwicklung wird auch in anderen Städten im ganzen Land stattfinden.” Francesca Albanese befürchtet, dass besonders sozial benachteiligte Menschen Gefahr laufen, gesellschaftlich ausgeschlossen zu werden.
Den ganzen Beitrag lesen oder hören unter: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/europaheute/1255526/
… und nach Eröffnung von Polizei direkt geräumt!
Um 13.13 Uhr wurde heute das Unabhängiges Zentrum Dortmund (UZDO) eröffnet und die Frage in den Raum gestellt: Was passiert, wenn was passiert? Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten — an diesem Ort:
Nichts — und wurde zugunsten von Leerstand und Stillstand in dieser Stadt entschieden. Der Zugang durch die Polizei zur Kronenbrauerei wurde mit Ende der Pressekonferenz verweigert. Trotz fehlenden Räumungstitels (es war kein Notar oder Dokument sichtbar) wurde die Initiative unnötig kriminalisiert, Personalien aufgenommen und die Kulturschaffenden wie Verbrecher abfotografiert. Und das obwohl die Menge friedlich war und in ein offenes Haus gegangen d.h. noch nicht einmal eingebrochen wurde. Die Kripo, die das Treiben schon sehr früh zufällig mitbekam, sowie die Essener und Gelsenkirchener Hundertschaft trat hier von Anfang an eigenmotiviert und äußerst unkooperativ auf. Der Kulturwoche wurde an diesem Ort keine Chance gelassen, so dass sie sich vorerst auflösen ließ. Auch VertreterInnen des Freiraum Bündnisses waren vor Ort und haben ihre Solidarität mit dem UZ bekundet; wir brauchen mehr solcher Freiräume und lassen uns von der Stadt nicht unterkriegen!
Wie es weiter geht?
http://uzdortmund.blogsport.de/
Kunstaktion in Oberbilk für Respekt, Vielfalt und Toleranz und gegen soziale Ausgrenzung
Oberbilk ist ein Stadtteil in Düsseldorf, den man gerne als “sozialen Brennpunkt” bezeichnet. Dieser Stadtteil befindet sich im Umbruch, denn er soll eine “Aufwertung” erfahren. D.h. Menschen und ihre Plätze werden als akzeptabel oder unangemessen bewertet. Wir wehren uns gegen diese Art der respektlosen Abschätzung und wollen mit unserer Photoaktion zeigen, dass die Menschen in Oberbilk diese Bewertung ablehnen und einen respektvollen, friedlichen Umgang mit der Vielfalt pflegen.
Die “Setzt Euch – Bank” steht für diese Art der Begegnung und wir laden Menschen dazu ein, auf ihr Platz zu nehmen und dadurch ihre Solidarität zu zeigen. Die ersten Bilder unserer Wanderung mit der Bank durch Oberbilk sind in den Bildergalerien zu finden.
www.setzt-euch.de
Die Patenschaft für die “Setzt Euch” Bank hat Monica Brauer übernommen.
Fotos vom Guerilla Gardening während des Hermannplatz-Nachbarschaftsfest mit Freiräume für Bewegung
Für bessere Luft, besseren Nahverkehr, bessere Radwege, also eine lebenswertere Stadt demonstrierte Freiraum zusammen mit den Umweltverbänden in Düsseldorf.
Die Kreuzung Cornelius / Herzogstraße wurde mit großen Transparenten zugehängt, in der Innenstadt der Tausendfüßler kurzzeitig gesperrt.
Damit der Ordnungs- und Sicherheitsdienst (OSD) in altbekannter repressiver Manier die im April aufgestellten Bänke nicht ein zweites Mal einsammelt und sie so dem öffentlichen Raum entziehen kann, haben wir uns entschlossen Patenschaften für die Bänke zu vergeben. Die Bänke, die aus der Asservatenkammer des OSDs „befreit“ werden konnten, wurden an Menschen und Orte übergeben, die diese Bänke in den öffentlichen Raum stellen, für Freiräume kämpfen oder sich für politische und soziale Projekte einsetzen.
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